Das Geschenk der Quarantäne

Schönen guten Morgen aus dem frühlinglichen Oberbayern – es ist kalt, viel Sonne und einfach genial – wir hatten noch nie so ruhige Tage und Nächte – nicht mal im erholsamsten Urlaub – was für ein Geschenk!

Gestern beim Morgenlauf kam mir in den Sinn, wie es wäre, ab sofort jedes Jahr das ganze Volk einmal für 40 Tage in Quarantäne (ganz runter scrollen, um etwas über die ursprüngliche Bedeutung zu lernen) zu schicken – Zeit für Entspannung, innere und äußere General-Reinigung und Neuausrichtung – in der Mittagssonne einen 2-Stunden-Spaziergang mit dem Partner/der Partnerin, den/die man sonst nur am Wochenende kurz sieht – wir hätten wahrscheinlich auf einen Schlag weniger Umweltschäden, weniger Sinn für belanglose Dinge, und wie es Robert Betz sagte: „die Krankenhäuser wären dann so leer wie die Kirchen schon heute…“

Nicht das Virus ist schlimm, sondern die Angst davor

Bei Arthur Dorsch fand ich diesen Artikel zum Thema Angst schön auf den Punkt gebracht: https://innernature.de/2020/03/25/in-den-wirren-der-viren/
 
Ich schaue mit ein wenig Besorgnis auf die in der aktuellen „Corona-Krise“ hyperventilierenden Medien = spannender Quergedanke, dass dieses Virus alles mögliche in Atemnot bringt… Die nächste Aufgabe wird sein, das Immunsystem von Institutionen, Firmen, Regierungen und ganzen Völkern zu stabilisieren mit der Bereitschaft zu Entwicklung. Gemeint ist echte Ent-Wickelung und kein Widerkäuen des Gestern.
 
Ja, viele Menschen „kämpfen“ heute – und es sei eingeladen, genau hinzusehen, den Unterschied zu erkennen zwischen wogegen kämpfe ich und wofür kämpfe ich – versuche ich, Dinge, Strukturen und Verfahren auf Biegen und Brechen zu halten oder lerne ich, auf entspannte Weise ganz neue ungeahnte Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.
 
Ich hoffe sehr, dass wirklich viel mehr Menschen das Quarantäne-Geschenk annehmen, in dieser Zeit auszuatmen, loslassen lernen, die eigenen Werte wieder finden, wieder beginnen, eigenmächtig zu denken, zu sprechen und zu handeln.
 
Wir wünschen uns manchmal die „guten alten Zeiten“ zurück, wo alles noch so schön gemütlich war, wenig Ablenkung, einfache Ordnung, alles deutlich langsamer – diese Zeiten kommen nie wieder. Was aber ganz sicher kommt, sind neue Zeiten, welche wir ganz bewusst genau so gestalten können wie wir es gern hätten – greifen wir es an!

Quarantäne, Quelle Wikipedia:
Allgemein wird die Bezeichnung für eine befristete Isolation genutzt. Die Entstehung des Ausdrucks Quarantäne (zu französisch quarantaine, 12. Jahrhundert) wird frühen Wortverwendungen wie italienisch quarantena (abgeleitet von galloromanisch quaranta, über das Volkslateinische abgeleitet von lateinisch quadraginta, für die Zahl 40), französisch quarantaine de jours („vierzig Tage“), zugeschrieben. Eine um 1400 aufgekommene Reisesperre für seuchenverdächtige Ankömmlinge – Venedig verbot bereits 1374 die Hafeneinfahrt für pestverdächtige Schiffe – bezeichnete man in Italien als quaranta giorni (vierzig Tage).[4] Der spanische Ausdruck „la cuarentena“ (engl. „Postpartum confinement“) bezeichnet auch die Isolation von Müttern und deren Neugeborenen für eine gewisse Zeit. Das Brauchtum einer vierzigtägigen Abgeschiedenheit entstammt Leviticus 12,1–8. Im 19. Jahrhundert war ein ebenfalls gängiges Wort für Quarantäne Kontumaz (lat. contumacia, dt. Trotz, Stolz, Eigensinn, Unbeugsamkeit). Im Bereich der Seeschifffahrt bezeichnet Quarantäne die Wartezeit von Schiffen, bevor Lebewesen, Waren und sonstige Güter eingeführt werden dürfen. Während der Kubakrise wurde der Ausdruck Quarantäne stellvertretend für die Seeblockade genutzt.

Links:
Robert Betz
Arthur Dorsch

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